Ursprung: Portugal
Hauptzuchtgebiet: Portugal
Verbreitung: gering (weltweit ca. 10.000 eingetragene reinraassige Lusitanos)
Stockmaß: 155–165 cm
Farben: alle Grundfarben
Haupteinsatzgebiet: Dressur, Hohe Schule
Der Lusitano ist eine portugiesische Pferderasse, die im Barocktyp steht.
Der Lusitano besitzt einen ausdrucksvollen, edlen Kopf - oft Ramskopf - mit sehr gut geschwungenem Hals und gut angesetzter Schulter. Seine Kruppe ist muskulös und leicht abfallend, trockene Beine mit langen Röhren verleihen ihm eine gute Beinaktion.
Lusitanos gelten als sensibel, lebhaft, temperamentvoll, unerschrocken und charakterstark sowie äußerst menschenbezogen.
Die ältesten Zeugnisse von Pferden aus Lusitanien - dem heutigen Portugal - sind Höhlenmalereinen im Alentejo aus den Jahren 1700 bis 1300 vor Christus. Ihre Schnelligleit machte sie in römischen Hippodromen als Rennpferde bekannt, und aufgrund ihrer Wendigkeit und ihres Gehorsams entstand die berühmte Kampfreitkunst "a gineta". Diese Wendigkeit macht sie zu den heute noch berühmtesten Stierkampfpferden der Welt.
Im 17. und 18. Jhdt wurden sie dank ihrer Schönheit und hervorragenden Fähigkeiten im Kampf und auch in der Dressur von fast allen europäischen Königshäusern geschätzt.
In dieser Zeit entstanden die Hofreitschulen. Heute fließt in fast jeder moderenen Pferderasse iberisches Blut. Die typischen Rassemerkmale konnten über selektive Zucht und entsprechende Ausbildung über Jahrhunderte hinweg erhalten bleiben.